Vogelgrippe
Was ist Vogelgrippe? Das Wort „Vogelgrippe“ (aviäre Influenza) bezeichnet allgemein eine Erkrankung durch Vogel-Influenzaviren.
Vogel-Influenzaviren oder aviäre Influenzaviren werden in so genannte niedrigpathogene („wenig krankmachende“) und hochpathogene („sehr stark krankmachende“) Influenzaviren unterteilt. Hochpathogene aviäre Influenzaviren (HPAI) der Subtypen H5 (insbesondere H5N1) und H7 können bei Nutzgeflügel zu schweren Schäden an den Tierbeständen führen, weil ein Großteil des infiziertem Geflügels an der Krankheit verendet.
Das Robert Koch Institut schätzt derzeit, dass die Gefahr einer Infektion mit Vogelgrippe-Viren für den Menschen eher gering ist, aber auch nicht vernachlässigt werden darf.
Nach dem Beschluss des Ausschusses für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) 608 zum Infektionsschutz der Beschäftigten, die in direkten Kontakt mit HPAI-Viren kommen können, gelten folgende Empfehlungen für die persönliche Schutzausrüstung (PSA):
Vor Betreten der kontaminierten Bereiche ist die obligatorische PSA anzulegen, die beim Verlassen des Bereiches wieder abgelegt wird. Die PSA zum Schutz vor Vogelgrippe fordert Schutzkleidung, die den Körper komplett bedeckt:
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Anlegen der PSA
Vor dem Anlegen der PSA muss überprüft werden, ob diese vollständig, in ausreichender Menge (auch zum Wechseln) und in ordnungsgemäßen Zustand vorhanden ist. Zusätzlich müssen Desinfektions- und Dekontaminationseinrichtungen vorbereitet werden, mit der Möglichkeit, kontaminierte PSA ohne Verschleppungsgefahr abzulegen.
Erst wenn diese Vorkehrungen getroffen, und Schmuck und Uhren abgelegt sind, kann die PSA angelegt werden: Zunächst wird der Overall angezogen und bis zur Hüfte geschlossen. Im Anschluss werden die Stiefel angezogen, die Atemschutzmaske und danach die Schutzbrille aufgesetzt. Erst jetzt wird der Overall mit Kapuze über den Kopf gezogen, der Overall vollständig geschlossen und zur Abdeckung des Kinnbereiches und des Reißverschlusses die Lasche angedrückt. Zuletzt werden die Schutzhandschuhe angezogen und über die Ärmelstutzen gezogen.
Ablegen der PSA
Vor dem Ablegen müssen zunächst die Schutzhandschuhe desinfiziert werden. Danach wird die Kapuze heruntergezogen, der Overall bis zur Hüften abgestreift, so dass die Innenseite außen ist. Dabei werden zugleich die Arme aus den Ärmeln gezogen. Die Stiefel werden mit dem vollständigen Abstreifen des Overalls ausgezogen.
Die Schutzhandschuhe sind so abzustreifen, dass die Innenseite außen ist. Anschließend werden die Brille und die Atemschutzmaske von hinten nach vorne abgesetzt. Zum Schluss sollten die Hände desinfiziert und anschließend sorgfältig mit Wasser und einer desinfizierenden Waschlotion gereinigt werden. Auch das Gesicht und andere kontaminierte Hautareale sollten auf diese Weise gereinigt werden.
Entsorgung der PSA
Alle eingesetzten Teile der PSA sind fachgerecht zu entsorgen
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