Schutz vor MRSA und Norovirus
Was ist MRSA?
Methicillin Resistente Staphylococcus aureus (MRSA) sind Bakterien, bei denen gewisse Antibiotika wirkungslos geworden und die im Falle einer Infektion schwierig zu behandeln sind.
Was ist Norovirus?
Noroviren verursachen akut beginnende Gastroenteritiden, schwallartiges heftiges Erbrechen und starke Durchfälle. Für eine Ansteckung reichen wenige Viren aus, die nach Erkrankungsausbruch sowohl in Erbrochenem als auch im Stuhl in sehr hoher Zahl nachgewiesen werden können.
Noroviren sind hoch ansteckend! Sie überleben Temperaturschwankungen von -20 bis +60° Celsius und überleben auch auf Lebensmitteln und Gegenständen.
Wann MRSA-Keime zur Gefahr werden?
Bakterien der Art Staphylococcus aureus sind allgegenwärtig und oft Bestandteil der Hautflora. Meist sind die vordere Nase und die Leistenregion besiedelt. Im Vergleich zu anderen Bakterienarten sind sie unempfindlich gegen Austrocknung und können auf trockenen Oberflächen lange überleben.
Bleiben sie nur auf der Hautoberfläche sind sie harmlos. Erst, wenn sie in normalerweise keimfreie Teile des Körpers wandern (z.B. über Urinkatheter, Beatmungsschläuche oder während einer Operation), können schwere Wundinfektionen, Lungenentzündungen und Blutvergiftungen auftreten.
Warum sind besondere Maßnahmen im Krankenhaus / Alten-und Pflegeheime erforderlich?
Im Gegensatz zu Gesunden sind konstitutionell geschwächte Menschen aus vielerlei Gründen vermehrt durch Infektionen gefährdet. Eine Infektion mit MRSA, insbesondere bei Schwerkranken, ist nur sehr schwierig zu behandeln.
Wie kann MRSA/NoroVirus weiter verbreitet werden?
Beide Erreger können auf Händen oder Bekleidung von Pflegepersonal und Besuchern aus dem Krankenzimmer gelangen und unbemerkt auf andere Patienten, Personen oder Gegenstände übertragen werden.
Das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt in seiner „Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von MRSA in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen“ bei allen pflegerischen Maßnahmen am MRSA-Patienten die strikte Einhaltung von allgemeinen Hygienemaßnahmen, in die auch Besucher einzubeziehen sind.
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